CBL Blog

Zum letzten Mal…

10. Januar 2012

Nun ist das Projekt abgeschlossen. Das waren 4 Jahre. Sind die Bilder zufriedenstellend? Ich glaube, die meisten sind okay bis sehr gut. Stunden, manchmal mühsam, manchmal voller Euphorie, immer voller Überzeugung und Entschlossenheit, keinerlei Zweifel.

Das Rätsel ist nicht gelöst!

Das niemand die Preis/Gewinnfrage richtig beantwortet hat, liegt vielleicht auch an unser aller Leichtgläubigkeit. Seid ihr wirklich so sicher, dass Conni, Beni und Liroy so existieren, wie sie es euch vermittelt haben? Vielleicht sind es nur Pseudonyme einer Kunsthochschulklasse. Vielleicht wollte ein frustrierter Kunstprofessor endlich seinen Rahmen hinter sich lassen und nur noch malen was ihm in den Sinn kommt. Ein Springer zwischen den Stilrichtungen.

Oder ist es gar ein bereits etablierter Maler, dem man derartige Stilwechsel nicht verzeihen würde, stünde er offiziell dazu. (Von der Oberliga, wie einem Gerhard Richter mal abgesehen). Irgendwo und irgendwie existieren diese drei Protagonisten schon, ihre Gedanken, die beschriebenen Situationen, alles Fragmente aus irgendeiner Realität. Auch die Fotos der drei Maler sind echt.

Es gibt sie, diese Liroys. Ein kleinen wenig rebellisch, womöglich linkisch, mit Chaos gewürzter Neugierde auf den Facetten einer Lebensidee. Mein Liroy existierte vor langer Zeit und nicht alles finde ich heute im Nachhinein noch cool, was er meinte raushauen zu müssen.

Danach kam Beni. Eigentlich ein Spießer, aber ein liebenswerter, für den Verantwortung gegenüber seiner gegründeten Familie im Vordergrund stand. Größtmögliche Anpassung nach Außen, doch im Herzen Freigeist.

Irgendwann erstritt sich Conni seinen Platz. Ja, Conni ist eigentlich wie eine angenehme Essenz. Klug genug für ein wenig Durchblick aufs Ganze, mitschwingungsbereit, tolerant genug, Individualist und freiheitsliebend. Wenn es darauf ankommt und unangenehme Distanzüberschreitungen entstehen, macht er Grenzen deutlich und kann sie sich auch leisten. Tja,  CBL, im Moment ist das erledigt. Die Bilder müssen und sollen erst einmal nicht verkauft werden. Sie ruhen sorgfältig verpackt in einem eigens angemieteten Lagerraum auf dem Land. Monate, Jahre, vielleicht Jahrzehnte? Dornröschenschlaf.

Die Bilder sind fertig, sie interessieren mich kaum noch. Eine Versteigerung wäre grundsätzlich interessant, irgendwann einmal, später, wenn die Zeit und die Umstände zusammen passen sollten. Vorerst gehören die hundert Arbeiten zusammen. Sie sind wie Familienmitglieder, die aufeinander achten, energiegeladen, etwas mystisch, etwas politisch, etwas religiös, und auch sehr stolz.

Heute soll es doch in allen Medien immer rauchen und zischen, um Aufmerksamkeit zu erregen. Vielleicht hätte ich mir vor laufender Kamera ein Ohr abschneiden sollen wie Van Gogh … Nein, nein, der arme Kerl mit seiner Verzweiflung…. Wir haben uns zwar kurz über mögliche spektakuläre, werbewirksame Maßnahmen unterhalten, zum Beispiel eines der Bilder mit Benzin zu übergießen und anzuzünden – (da war er wieder, der Liroy aus alten Zeiten ) – , aber dann kam es mir zur blöd und platt vor. Nicht, dass ich Probleme hätte, eines meiner Bilder zu vernichten, darin habe ich eine gewisse Übung.

Die Qualität der Arbeit liegt in meiner Hand. Die Vermarktung, die heute mehr denn je erforderlich ist, sollte man Profis überlassen. An dieser Stelle möchte ich ganz herzlich allen wohlwollenden Betrachtern meiner (unserer) Arbeit danken.

Insbesondere möchte ich mich auch ganz herzlich bei dir, lieber Jan und deinem Team  bedanken. Du/ihr habt super alles wie gewünscht umgesetzt. All die CD´s mit den Fotos der Gemälde, die ich euch schickte.  All die Texte die ihr per e-mail nach Hamburg gebeamt bekamt usw.

DANKE

Und ein besonderes DANKESCHÖN in Liebe an meine mich unterstützende geduldige Frau an meiner Seite, Rion <3.

Ich dachte gerade an die Fernsehserie aus den Siebzigern  „Raumschiff Enterprise – in den unendlichen Weiten von Raum und Zeit“. So oder so ähnlich ist es wohl jetzt mit CBL und das gefällt mir eigentlich sehr gut. Das visualisierte Projekt schwebt irgendwo in den Weiten des Internets herum und niemand weiß konkret, ob und wo es jemals landen wird. So schweben wohl auch Conni, Beni, Liroy und von  mir aus auch Frau Puschak auf eine ebenso ungewisse Zeit – guten Flug.

Fertiggestelltes Gemälde Nr. 98

27. Dezember 2011

(Klicken, um es zu vergrößern)

Titel: “Sie hat das zweite Gesicht” – Acryl auf Leinwand, 140 x 190 (h) cm

Mittlerweile…

20. Dezember 2011

ist über deine Keks- und Krümelgeschichte Gras gewachsen Liroy. Schade, dass du und Beni eine längere Funkstille hattet. Bin nicht euer Papa, aber ich denke die Sache ist gegessen. Futtere deine Plätzchen nicht in Benis Umfeld und gut ist. Ohne Beni zu nahe treten zu wollen und ohne dem Affen Zucker  geben zu wollen, gebe ich zu, mit meiner Frau richtig abgelacht zu haben. Die Zeit des Jahreswechsels bietet sich häufig an, um Bilanz zu ziehen, bzw. das zurückliegende Jahr zu reflektieren. Das macht jeder für sich und wir werden das sicherlich auch im Rahmen einer CBL Runde in Bezug auf unsere Bilder machen.

Für einen möglichen Leser wohl eher langweilig. Im Prinzip läuft privat alles so dahin, hat sich nichts weltbewegendes verändert. Liroy hat die Wohnung und die Freundin gewechselt, Beni misstraut immer noch den Frauen, ich hab eine weitere Immobilie erstanden, und ich musste mir unlängst von einem guten Freund sagen lassen , dass sich meine introvertierte Lebensgrundhaltung langsam mit mürrisch wirkenden Verhaltensweisen paart.

Daraufhin hatte ich beschlossen, es einmal mit Yoga zu versuchen, erwies sich aber als Flop. Mit den von uns geschaffenen Werken liegen wir weiterhin gut im Zeitfenster. Für Eskapaden in diesem Bereich bleibt leider immer noch wenig Raum. Die zeitliche Einschätzung für unseren CBL Handlungsspielraum haben wir ziemlich realistisch eingeschätzt. Empfinde ich als etwas bedauerlich, da ich im Verborgenen gehofft hatte, etwas mehr Zeit zum Experimentieren zur Verfügung zu haben.

Good wishes and happy x-mas
- Conni

Fertiggestelltes Gemälde Nr. 97

18. Dezember 2011

Titel: “Herr, erbarme Dich unser. Kyrie eleison. Seigneur, ayez pitié de nous. Lord, have mercy.” – Acryl auf Leinwand. 170 x 140 (h) cm.

Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich…

11. Dezember 2011

Leute ich werd depro, fühl mich kacke. Geb ja zu, ich hab schon wieder Mist gebaut, aber Conni , dass  Beni dir gesteckt hat, ich wäre gemeingefährlich, find ich nun doch etwas spießig.
Was war denn groß. Hab mich über dieses alte Haschkochbuch vom Flohmarkt gefreut und wollte es mit meinen Kumpels ausprobieren, ob die Rezepte aus den 70gern auch heute noch zu Gaumenfreuden führen. Die Haschkekse waren einfach klasse, keine Übelkeit und voll intensiv, fast wie `n Trip. Man wird außerdem scharf wie Lumpi von den Teilen. Vielleicht sollte ich Beni auch ne handvoll Gebäck zukommen lassen, eventuell überwindet er dann seine schon länger währende Frauenabstinenz und wirkt nicht mehr so verklemmt.

Hab dem Hausdrachen Puschak nur ein kleines Tütchen extra mit Schleife vor die Haustür gestellt. Ist doch Weihnachtszeit, da machen das nette Nachbarn und auch gute Bekannte mitunter. Du musst doch zugeben, dass die alte Fettel gut drauf war Beni. Das sie dich bis morgens um vier in deiner Küche zugetextet hat, unterbrochen von humoristischen Einlagen, ist doch okay.  Bleibt ein einmaliger Film, ich versprech´s! Niemand weiß davon und ich hätte dich auch nicht aufklären brauchen. Schließlich ist niemand zu Schaden gekommen!

Selbst ihre dämliche fette Hundetöle, die sie auch regelmäßig mit Süßigkeiten voll zu stopfen scheint, hat ihren Spaß gehabt. Conni erwähnte, der Köter hätte sich stundenlang um die eigene Achse gedreht, um seinen zerfransten Schwanz einzuholen. Dem Einzigen, dem es schlecht geht, bin ich. Dabei ist doch Weihnachtszeit!

- Liroy

Fertiggestelltes Gemälde Nr. 96

11. Dezember 2011

Titel: “Tauche nach Perlen, berühre die Wolken und strahle vor Glück.” / Title: “Diving for pearls, touching the clouds and just being aglow with happiness.” - Acryl auf Leinwand, 195 x 130 (h) cm.

(klicken Sie auf das Miniaturbild, um eine vergrößerte Ansicht zu erhalten)

Fertiggestelltes Gemälde Nr. 95

6. Dezember 2011

Titel: “Über den Wolken muss die … wohl grenzenlos sein.” Acryl auf Leinwand, 120 x 140 (h) cm

Fertiggestelltes Gemälde Nr. 94

5. Dezember 2011

Titel: This is not Amerika. Acryl auf Leinwand. 140 x 120 (h) cm

Hab Conni schon gebeten zu vermitteln, aber er meint,…

5. Dezember 2011

…ich soll ihn da raushalten.

Hab dir jetzt bereits einige e-mails und sms`n rübergetriggert Beni, die du allerdings stoisch ignorierst. Kann ja verstehen, dass du sauer bist, machs auch bestimmt nicht wieder. Meld dich doch mal, oder nimm zumindest ab, wenn ich dich anruf. Auf Dauer ist das `ne miese Basis für eine fruchtbare Zusammenarbeit. Ja ja, ich seh euch schon vor meinem geistigen Auge, wie ihr euch aufregt und mal wieder den Kopf über mich schüttelt.

Wie ich mich so unprofessionell verhalten kann und wie vorpubertär meine Probleme, zumal Beni involviert ist, von mir in die Öffentlichkeit getragen werden. Von unseren persönlichen Umfeldern mal abgesehen, kennt uns kein Schwanz.

Seid lieber froh, dass ich der Puschak keine Knarre an den Kopf gehalten hab. Ich will jetzt nicht wieder davon anfangen, aber mich demütigt keiner, solange ich mich dagegen wehren kann. Aber dass die alte Eierlikörhexe mich zum zweiten Mal mit ihrem scheiß Pfefferspray attackiert hat, verzeih ich ihr nie. Und in so einem Fall, entschuldige lieber Beni, ist mir euer oberflächlicher scheißheiliger Hausfrieden auch ebenso scheißegal.

Werd deine konspirative Wohneinheit definitiv nicht noch einmal betreten!

- Liroy.

Fertiggestelltes Gemälde Nr. 93

20. Oktober 2011

Titel “Ich frage mich, ob ich es wirklich so machen sollte”. / Title: “I wonder if I should really do it that way”. Acryl auf Leinwand. Bildkomposition auf 5 Einzelbildern, 4 Stück 30×150cm, 1 Stück 100×100cm.

Fertiggestelltes Werk Nr. 92

14. Oktober 2011

Titel: “I’ll hope you’re coming in peace”. Acryl auf Leinwand, 160×120 (h) cm

Selbstverständlich gehören wir nicht zum alten Eisen,…

14. Oktober 2011

…aber manchmal überlege ich, ob man nicht mit den zunehmenden Lebensjahren auch befangener wird. Womit ich meine „ich müsste etwas für mein Geld bieten“. Insofern nehme ich mir an manchen Tagen vor „Bernhard, heute malst du mal ein schnelles Bild“.

In Zukunft möchte ich gutes Geld mit der Malerei verdienen. Dann denke ich an meine früheren Berufssoldatenjahre und ich sage mir „Bernhard, du willst mit einem Bild soviel verdienen, wie früher in zwei Jahren an Sold“.

In so einem Moment wird der Hemdskragen schon etwas enger. Ein schnelles Bild, gerade mal an ein oder zwei Tagen entstanden…. Das sind die kleinbürgerlichen Verhältnisse, aus denen ich manchmal nicht ausbrechen kann. Gute Entlohnung ist da immer mit einem hohen Aufwand an Fleiß und schweißtreibender Arbeit verbunden. So kann man sich auch selbst im Weg stehen…

Auf Dein Arbeitstempo…

13. Oktober 2011

…war ich nie eifersüchtig, Conni. Allerdings auf deine Harley, als du sie noch hattest. Das nehme ich dir ewig übel, das du sie nicht mir überlassen hast, sondern dein scheiß Aktiendepot mit dem Verkaufserlös erweitert hast. Und wo ist die Kohle nach all den Pleiten und Disastern geblieben ….sag jetzt nichts, Schatz.  Vielleicht cruisen wir doch noch mal neben einander auf zwei Choppern über den Asphalt. Muss nur noch jemanden  motivieren, der seinen Chopper gegen mein Fahrrad tauscht.

- Liroy

Fertiggestelltes Gemälde Nr. 91

5. August 2011

Titel: “Wir können alle nicht alles.” / Titel: “Non omnia possumus omnes” (lat.) – 160×120(h) cm. Acryl auf Leinwand.

Fertiggestelltes Gemälde Nr. 90

5. August 2011


(zum vergrößern anklicken!)

Titel: “Überraschung…”! / Title: “Surprise…”! – 120 x 160 (h) cm – Acrly und Goldmetallic auf Leinwand.